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Gemeinsam für den Klimaschutz – Kooperationen, die KlimaMission möglich machen

  • lukaskairies
  • 19. Jan.
  • 3 Min. Lesezeit


Klimaschutz ist eine der größten Gemeinschaftsaufgaben unserer Zeit. So komplex die Herausforderungen sind, so klar ist auch eine Erkenntnis: Wirkliche Veränderung entsteht nicht im Alleingang. Sie braucht Austausch, unterschiedliche Perspektiven, Wissen aus verschiedenen Disziplinen – und Menschen, die bereit sind, gemeinsam neue Wege zu gehen. Genau aus diesem Geist heraus ist KlimaMission – Jeder Fußabdruck zählt! entstanden. Das Brettspiel ist nicht nur ein Produkt kreativer Ideen, sondern vor allem

das Ergebnis starker Kooperationen.


Warum Kooperationen im Klimaschutz unverzichtbar sind


Der Klimawandel betrifft alle Lebensbereiche: Mobilität, Ernährung, Wohnen, Konsum, Energie. Kein einzelner Akteur kann diese Themen allein lösen. Wissenschaft liefert Daten, Bildung schafft Verständnis, Zivilgesellschaft bringt Engagement ein und kreative Formate sorgen dafür, dass Inhalte Menschen wirklich erreichen. Erst wenn diese Bereiche zusammenarbeiten, entsteht Wirkung.

KlimaMission setzt genau hier an. Das Spiel verbindet wissenschaftlich fundierte Klimadaten mit spielerischen Elementen und alltagsnahen Entscheidungen. Damit dies gelingen konnte, brauchte es Menschen und Institutionen, die ihr Wissen teilen, sich gegenseitig inspirieren und gemeinsam an einer Vision arbeiten: Klimawissen zugänglich, motivierend und handlungsorientiert zu vermitteln.


Der TRANSFORMATOR als Keimzelle der Zusammenarbeit


Eine zentrale Rolle spielte dabei der TRANSFORMATOR. Seit 2021 bringt dieses interaktive Veranstaltungsformat Akteurinnen und Akteure aus Wissenschaft, Bildung und Gesellschaft zusammen. Getragen von der Hochschule Kaiserslautern, dem Umwelt-Campus Birkenfeld  und der Wilhelm-Büchner Hochschule Darmstadt, schafft der TRANSFORMATOR Räume für Dialog, Reflexion und kreative Lösungsansätze rund um die Nachhaltigkeitstransformation.

Im Rahmen dieses Netzwerks entstand nicht nur fachlicher Austausch, sondern auch Vertrauen. Genau dieses Vertrauen ist die Basis erfolgreicher Kooperationen. Unterschiedliche Blickwinkel wurden nicht als Hindernis, sondern als Bereicherung verstanden. Aus Diskussionen wurden Ideen, aus Ideen erste Konzepte – und aus Konzepten schließlich ein spielbares Produkt.


Transformathon23: Wenn Ideen gemeinsam wachsen


Ein besonderer Moment in der Entwicklung von KlimaMission war der Transformathon23, eine Veranstaltungsreihe im TRANSFORMATOR-Kontext. Hier arbeiteten Teilnehmende intensiv an Projekten, die Nachhaltigkeit neu denken und praktisch umsetzen wollten. In interdisziplinären Teams trafen Studierende, Fachleute und Engagierte aufeinander.

Die Idee eines Brettspiels zur Vermittlung von Klimawissen entwickelte sich genau in diesem Umfeld. Unterschiedliche Kompetenzen flossen zusammen: wissenschaftliches Know-how, didaktische Erfahrung, Kreativität und Spiellogik. Statt isoliert an Einzelaspekten zu arbeiten, entstand ein gemeinsames Verständnis dafür, was ein solches Spiel leisten muss: informieren, ohne zu überfordern; motivieren, ohne zu moralisieren; und zum Handeln anregen, ohne zu belehren.


Das KlimaMission – Jeder Fußabdruck zählt! beim abschließenden Zieleinlauf im November 2023 auf dem WBH-Wissenschaftsforum 2023 als Challenge-Sieger ausgezeichnet wurde, war nicht nur eine Anerkennung für die Idee, sondern auch für die Qualität der

Zusammenarbeit.


Kooperationen als Qualitätsfaktor


Kooperationen machten KlimaMission nicht nur möglich, sie verbesserten auch die Qualität des Spiels. Klimadaten wurden kritisch geprüft, Spielmechaniken getestet und Inhalte immer wieder hinterfragt. Feedback aus unterschiedlichen Perspektiven sorgte dafür, dass das Spiel sowohl fachlich fundiert als auch leicht zugänglich blieb.

Gerade bei sensiblen Themen wie Klimaschutz ist dieser Austausch entscheidend. Zu alarmierend – und Menschen schalten ab. Zu vereinfacht – und die Aussage verliert an Glaubwürdigkeit. Durch die enge Zusammenarbeit verschiedener Akteure konnte ein ausgewogenes Format entstehen, das informiert und gleichzeitig Hoffnung vermittelt.


Gemeinsam Lernen, gemeinsam Handeln


Das Prinzip der Zusammenarbeit wird ebenfalls direkt innerhalb des Spiels umgesetzt.  KlimaMission ist kein reines Einzelspiel. Teamgeist, Austausch und gemeinsames Abwägen von Entscheidungen stehen im Mittelpunkt. Die Spielerinnen und Spieler erleben, dass nachhaltige Lösungen oft dort entstehen, wo Menschen miteinander ins Gespräch kommen und Verantwortung teilen.

Diese Spielmechanik ist kein Zufall. Sie greift eine zentrale Botschaft des Klimaschutzes auf: Jeder Fußabdruck zählt – aber gemeinsam können wir mehr erreichen. Kooperation wird so nicht nur thematisiert, sondern aktiv erlebt.


Netzwerke als Motor für Zukunftsideen


Die Entwicklung von KlimaMission zeigt exemplarisch, welches Potenzial in gut funktionierenden Netzwerken steckt. Wenn Hochschulen, Initiativen und engagierte Einzelpersonen ihr Wissen bündeln, entstehen Lösungen, die weit über klassische Bildungsformate hinausgehen. Brettspiele, Workshops oder interaktive Lernangebote werden so zu Werkzeugen gesellschaftlicher Transformation.

Dabei endet die Zusammenarbeit nicht mit der Veröffentlichung des Spiels. KlimaMission versteht sich als offenes Projekt, das weiterwachsen darf – durch neue Partner, Einsatz in Bildungskontexten, Kooperationen mit Schulen, Unternehmen oder Initiativen.


Ein Spiel als Ergebnis gemeinsamer Verantwortung



KlimaMission – Jeder Fußabdruck zählt! ist damit mehr als ein Brettspiel. Es ist ein Symbol

dafür, was möglich wird, wenn Menschen ihre Kompetenzen zusammenbringen und ein gemeinsames Ziel verfolgen. Klimaschutz braucht keine Einzelkämpferinnen und Einzelkämpfer, sondern starke Kooperationen, die Wissen teilen, Mut machen und neue Perspektiven eröffnen.

Denn am Ende gilt nicht nur im Spiel: Der Weg zu einer nachhaltigeren Zukunft beginnt gemeinsam – Schritt für Schritt, Entscheidung für Entscheidung, Fußabdruck für Fußabdruck.

 
 
 

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